Herborn stellt Energiemanager ein – gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative
Die Stadt Herborn geht einen weiteren Schritt in Richtung Klimaschutz und nachhaltige Energieverwaltung. Seit Ende Februar 2025 ist Daniel Windmann als Energiemanager für die Stadt tätig, dessen Position befristet auf drei Jahre im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (Kommunalrichtlinie) gefördert wird. Das Förderprogramm "Implementierung eines Energiemanagements" (Förderkennzeichen 67K23366) umfasst neben der Personalstelle auch Mittel für Messtechnik, externe Dienstleistungen und Zertifizierungen. Die Finanzierung erfolgt zu 70 Prozent durch die Z-U-G (Zukunft-Umwelt-Gesellschaft) des Bundesministeriums für Umwelt.
Aufgaben des Energiemanagers
Bürgermeisterin Katja Gronau macht deutlich: „Der neue Energiemanager wird ein Energiemanagementsystem für die Stadt Herborn einführen und weiterentwickeln. Im Zuge dessen werden verschiedene strukturelle Veränderungen und Anpassungen erarbeitet, die dazu dienen sollen, den Energieverbrauch der Stadt dauerhaft zu senken und einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der der Klimaziele bis 2045 CO2-neutral zu werden, zur kommunalen Wärmeplanung und Energiewende zu leisten.“
Die umfassende Thematik bezieht nicht nur die Stadtverwaltung mit ein, sondern auch alle Bürgerinnen und Bürger, die städtische Gebäude nutzen oder mieten. Die Sensibilisierung für das Thema Energieverbrauch ist ein Kernthema, ohne das kein Energiemanagementsystem (EMS) funktionieren kann. Deshalb wird bei der Umsetzung auch der Dialog mit allen Beteiligten und Interessierten gesucht, deren Ideen und Bedenken gehört und in Entscheidungsfindungen einbezogen werden.
Ziel ist es, die Energieeffizienz städtischer Gebäude innerhalb des Förderzeitraumes der nächsten drei Jahre um mindestens 12 Prozent zu steigern und ein Energiemanagementsystem aufzubauen, dass auch darüber hinaus aktiv betrieben wird. So soll auch in Zukunft die Energieeffizienz weiter erhöht und sukzessiv die energetische Sanierung von Gebäuden priorisiert und umgesetzt werden.
Zur Kontrolle der Ziele wird jährlich ein Energiebericht verfasst, der von den Gremien beschlossen werden muss. Dieser Energiebericht zeigt auf, welche Potentiale die Stadt beim Thema Energieverbrauch nutzen kann, welche bereits genutzt wurden, welche am effektivsten sind und wie sich die Maßnahmen bereits ausgewirkt haben.
Zum Erstellen des Berichtes und der Kontrolle der Verbräuche werden diese mittels Messsystemen digitalisiert und über einer Plattform zugänglich gemacht. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung der Verwaltung dar und ermöglicht es, in Echtzeit auf Ausreißer zu reagieren und Nutzungstrends zu erstellen. Es ermöglicht einen tiefen Einblick in das Verhalten der Gebäudenutzung, ohne den sinnvolle Maßnahmen nicht ableitbar sind.
Getreu dem Motto „Energiesparen macht Spaß, wenn es funktioniert“ sollen sich alle angesprochen fühlen und gemeinsam an der großen Transformation der Energiewende mitwirken können.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Weitere Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative finden Sie unter: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie